6 aus 666. Sechs Geschichten aus 666 Jahren Ortsgeschichte.
Unter diesem Titel angekündigt und in das umfassend sanierte Gutshaus Mahlsdorf für Sonntag, dem 6. Februar 2011 eingeladen, meldeten sich ca. 90 Interessenten, so dass aus Platzgründen eine zweite Veranstaltung für den 13. Februar organisiert wurde. Harald Kintscher, Ortschronist und der wohl beste Kenner der Ortsgeschichte von Mahlsdorf, hatte aus der Vielzahl der von ihm verfassten und veröffentlichten Texte zur Geschichte des Ortes und der umliegenden Region sechs ausgewählt, die er, aufgelockert durch ergänzende Bemerkungen, Episoden und Bilder, vortrug. Zwei besonders eng mit Mahlsdorf verbundene Personen standen dabei im Mittelpunkt: der poetisch-musisch humorvolle Ortschronist und Beamte Paul Großmann der 1920er und 1930er-Jahre und die Lebenskünstlerin Charlotte von Mahlsdorf, der wir bekanntlich das Gründerzeitmuseum verdanken. Geschichte, Geschichten und Episoden über die Ostbahn, das Gutshaus, die Kolonie Kiekemal und die Aktivitäten des „Verschönerungsvereins Kiekemal Mahlsdorf“ als Interessenvertretung der Siedler im Süden des Mahlsdorfer Territoriums wechselten sich ab.
Nachdem schon der aus Anlass des 666. Jahrestages der urkundlichen Ersterwähnung von Mahlsdorf vom Heimatverein Marzahn-Hellersdorf herausgegebene „Kunstkalender Mahlsdorf 2011“ regen Zuspruch und Absatz fand, bestätigen die Lesungen im Gutshaus das Interesse für solche Veranstaltungen zu heimatgeschichtlichen Themen. Der Vorstand des Heimatvereins dankte ausdrücklich Harald Kintscher und kann sich weitere Veranstaltungen dieser Art auch in anderen Ortsteilen unseres Bezirkes durchaus vorstellen.
Text: M. Teresiak