Am Sonntag, den 23. Januar 2011, trafen sich auf dem Parkfriedhof Marzahn, Bürgerinnen und Bürger, um der Opfer von Faschismus und Krieg zu gedenken. Zu diesem schon traditionellen Gedenken aus Anlass des bundesweiten Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus hatten die Petra Wermke, Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung, und Wolfgang Brauer, Vorsitzender des Heimatvereins Marzahn-Hellersdorf, eingeladen. Erschienen waren unter anderem Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, die Bezirksstadträte Dr. Manuela Schmidt und Norbert Lüdtke, Vertreterinnen und Vertreter der CDU, der SPD, der LINKEN und von Bündnis 90/Die Grünen, Mitglieder des Heimatvereins, von urban-social sowie Kameradinnen und Kameraden des BdA VVN Marzahn-Hellersdorf. An der Stele für die Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter legten die Anwesenden Blumengebinde nieder. Sebastian Blumenreich (urban-social) erinnerte besonders an die mehr als 100 Kinder und Jugendlichen, die in den Zwangsarbeiterlagern umgekommen und auf dem Parkfriedhof bestattet sind. Jugendliche aus unserem Bezirk und aus den Partnerstädten Tychy und Minsk haben darüber geforscht und mit Unterstützung des Heimatvereins, des Bezirksmuseums und von Frau Wermke sich mit dem Schicksal dieser Kinder beschäftigt. Im Ergebnis entstand die Skulptur „Vernichtete Unschuld“, die derzeit im polnischen Tychy zu sehen ist. Die Jugendlichen führen auch häufig Jugendgruppen zu den Gedenkstätten auf dem Parkfriedhof.
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Text: Schilling, Hübner, Fotos: Schilling